Am 30.1.1933 wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt. Die Nationalsozialisten begannen rasch mit ihrer Politik der gesellschaftlichen Gleichschaltung, der sich auch der ARV nicht entziehen konnte. Zum einen führte die lückenlose Eingliederung der Bevölkerung in staatliche Organisationen (HJ, Arbeitsdienst, Wehrmacht) zu einem Versiegen des rudernden Nachwuchses, zum anderen zwangen hoheitliche Anordnungen zu einer Umgestaltung der Vereinsverfassung, nämlich einer Ausrichtung des ARV nach dem "Führerprinzip", d.h. einer Verlagerung der Entscheidungskompetenzen von der Versammlung auf den Vorstand.
Seit 1936 hatte der ARV keinen Präsiden mehr, er mußte 1937 wie alle Sportvereine dem "Reichsbund für Leibesübungen" beitreten. Das Verbindungssystem wurde aufgelöst. Die nun vom AH-Verband organisatorisch völlig getrennte Aktivitas schrumpfte weiter, als 1939 im Zusammenhang mit dem Kriegsausbruch Studienzeiten verkürzt und viele ARVer zum aktiven Militärdienst einberufen wurden.
Die letzte Mitgliederversammlung des ARV fand am 3.7.1940 statt. Zunehmend wurde nun verlangt, den ARV ganz aufzulösen. Die Aktivitas betätigte sich immer weniger aktiv, das Verhältnis zu Universität und Studenten sei gespannt und zuletzt werde das Rudern in der "Kriegsmarienestadt Kiel" infolge des starken Flottenverkehrs entscheidend behindert.
Ab 1941 wurde im ARV nicht mehr gerudert. Die nun kaum benutzte Seeburg, die den alliierten Bombenangriffen durch großes Glück bis 1944 widerstehen konnte, erlitt schließlich doch einen Treffer und brannte teilweise aus.