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zurück 100 Jahre ARV Kiel weiter
 
 
von 1897 bis 1918:
     
Kaiserreich
 
 
Die Gründung des ARV folgte den Bestrebungen der preußischen Kultusbehörde, den Corps und Burschenschaften Vereinigungen entgegenzusetzen, die studentische Gemeinschaft und körperliche Ertüchtigung in sich vereinten. Dem staatlichen Aufruf kamen denn auch in Kiel Studenten Klostermann, Ewig, Spiller, Schaarwächter, Hegens, Klünder und Rathje nach, die am 10.2.1897 den Akademischen Ruderverein Kiel gründeten. Zunächst hatte dieser ARV jedoch wenig den Charakter einer Korporation als vielmehr eines Sportvereines.
Anfangs begegnete dieser lose Zusammenschluß einer Vielzahl von Schwierigkeiten: Am Strandweg wurde der erste Grundstückspachtvertrag gegenüber dem ARV gekündigt, so daß ein neues Bootshaus beschafft werden mußte. Bootsmaterial und Mitgliederzahl ließen den ARV bei der Suche nach Mitgliedern gegenüber anderen Kieler Rudervereinen wie dem EKRC ins Hintertreffen geraten. Von den ersten 18 Mitgliedern hatten zudem sechs den ARV im Wintersemester auch schon wieder verlassen ...
 

Der Bootssteg des alten Bootshauses am Strandweg



Das alte Bootshaus von innen


Auf dem Dach: Der Turm mit Fahnenmast
 
1910 erlebte der ARV zunächst seine erste bedeutsame Satzungsänderung. Mit Beschluß vom 17.2. wurde das Lebensbundprinzip mit verbindlicher Wirkung eingeführt, so daß fortan nur noch derjenige Alter Herr werden konnte, der auch in den AH-Verband eintrat. Die Finanzierung der Aktivitas und der Status als Alte Herren waren somit bis 1910 etwas durchaus verschiedenes.

Die weitaus prägendere Veränderung des Jahres 1910 stellte aber der Einzug in das neue Gebäude der Seeburg dar. Das zweckgebundene Vermächnis des Hamburger Kaufmanns Theodor Wille hatte den Bau eines "Studentenhauses" an der Kiellinie ermöglicht, dessen Erdgeschoß schon zu Bauzeiten dem ARV zur Verfügung gestellt werden sollte.
 

Erbau der Seeburg

Karl Raspe war in der ersten Lebenshälfte des ARV die treibende Kraft des Vereins. Raspe war nie Präside, versah aber noch nach seiner Aktivenzeit (ab 1902) das Amt des Bootwartes, organisierte Wanderfahrten und trainierte schlagkräftige Rennmanschaften.
1936 wurde er zum ersten Ehrenvorsitzenden des ARV ernannt und stand von 1937 bis 1944 dem AH-Verband vor.


Sieben ARVer (vorne Raspe) mit den alten "Sternmützen". Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Mützen mit den "Runen" eingeführt.
 

Die alten Sterne waren damals verbreitete Symbole Kieler Rudervereine. Noch heute führen der EKRC und der RgRC Aegir sie als Vereinsabzeichen.


Auch die Damenwelt legte großen Wert auf ihr Äußeres (hier bei der Taufe eines Paddelbootes).
 

Die kaiserliche Marine bestimmte das Hafenbild Kiels. Zu sehen ist ein fahrender Kreuzerverband mit dem charakteristischen, unten vorragenden Bug.


Schiffbrüchige ARVer nach einem Gefecht mit einem kaiserlichen Linienschiff "Ditmarsia".
 

Bei einer derartigen militärischen Präsenz mußte man vor Kommunisten in Kieler Gewässern keine Angst haben.

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